Mannsbilder
November 19, 2009
Ernährer
Beschützer
Trinker
Vorbild
Pflegefall
Respektsperson
Geschichtenerzähler
Unbekannter
Schläger
Ermutiger
Enttäuschung
Papa
?
Väter können viel sein. Sie können dem Idealbild der amerikanischen Frühstücksflocken-Werbung entsprechen – weißes Hemd, frisch rasiert, Frau und Kinder aufopferungsvoll liebend. Oder sie sind das genaue Gegenteil. Männer, die ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegen, Säufer, Junkies, Choleriker, Knastis. Männer, die deswegen das Leben ihrer ganzen Familie zerstören. Oder es sind Männer, die aufgrund von Krankheit oder anderer Probleme auf die Hilfe ihrer Liebsten angewiesen sind. Dadurch verlieren sie alles von diesem Prototypen mit Zahnpastalächeln aus der Werbung, der selbstständig und edelmütig die anderen versorgt.
Jeder Vater ist anders. Welchen hast du?
„WAS?! So lange schon?“
November 18, 2009
Ratata…
Der Grund für diesen tollen Post ist Viki’s 18. Geburtstag vom vergangen Samstag.
Es kommt vor, dass sich Kiddies im Kindergarten kennenlernen, zusammen in die Grundschule kommen, dann das gleiche Gym besuchen und auch nach 15 Jahren noch Freunde sind.
Hier ein Klassenbild aus der 4. (ältere Bilder hab ich leider nicht)
Und heute
„Die Geister, die ich rief…“
November 12, 2009
Erst letztens hab ich in wieder gehört, diesen einen bestimmten Satz. Er fällt zurzeit recht häufig in meinem Sozialkundekurs. „Die Geister der Weimarer Republik standen an der Wiege der deutschen Verfassung.“
Was meine Lehrerin dadurch immer wieder ausdrücken will, ist das unsere Gründerväter beim Schreiben der deutschen Grundgesetze vor 60 Jahren aus den Fehlern der faschistischen Vergangenheit gelernt hatten, und durch einen entsprechenden gesetzlichen Rahmen ein Wiederholen der Geschichte vermeiden wollten.
Soweit die Theorie. Soweit die Politik.
Es kommt mir so vor, wie als würde der Satz nicht nur auf diese Bereiche zutreffen. Nein, irgendwie hat er einen Einfluss auf das persönliche Leben von uns allen.
„Die Geister der Vergangenheit standen an unserer Wiege“
Man ertappt sich dabei, wie man sich denkt, dass man die Fehler der Eltern nie machen wird. Nie heiraten, nie selbstständig werden, niemals arm sein. Oder man lernt aus Fehlern anderer, schaut sich ihre Geschichten ab. Dann klingt das Ganze so: Ich werde mich niemals so behandeln lassen, niemals so reagieren, niemals eine solche Beziehung führen…
Und dann passiert es doch. Man macht diese Fehler selbst. Sagt Sachen, die man nie sagen wollte. Man wird zu dem, was man nie sein wollte.
… „Denn die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los“

